Nine Inch Nails – Philipshalle Düsseldorf

Das wichtigste vorweg, für alle Nicht-Fans von Nine Inch Nails (NIN): Johnny Cash hat nicht „Hurt“ geschrieben. Das Original ist von NIN. Wusste ich vor dem Konzert in der Philpshalle schon, aber bis dato dachte ich noch, die Cash-Version sei auch vertretbar. (Es gibt übrigens auch eine Gruppe bei Facebook, die so heißt: „Johnny Cash did not write hurt“.)

Wer aber live erlebt hat, wie Trent Reznor mit einer unterdrückten Wut, gepresster Stimme und einer verletzten Zärtlichkeit sein „Hurt“ singt, der mag Cashs Version nicht mehr hören. Überzeugt Euch selbst hier:

Nine Inch Nails – Hurt in Düsseldorf

Überhaupt die perfekte Mischung: Heulende Gitarren zum Anfang, verbunden mit einem Auftritt, der wie nebenbei erscheint. Das Licht gleichzeitig minimalistisch und in industrieller Serienaufhängung, dass es mal knallt, dann wieder leise unterstreicht.

Viel mehr kann ich gar nicht dazu sagen: Es war einfach genial, wie elektronische Synthie-Klänge verzerrte Symbiosen mit Kontrabass, konzentriert (ernsthaft ironisch) gespieltem Xylophon und dem Vollklang eines Klaviers eingingen. Schmerz und Leichtigkeit.

P.S. Bin mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, in ein und dem selben Blog über Studium + Lehre sowie Kultur zu schreiben (neue Rubrik Kulturbeutel). Wird sich herausstellen…

4 Antworten auf „Nine Inch Nails – Philipshalle Düsseldorf“

  1. hi,

    ja, das haben sich auch schon leute vor dir gefragt.. darf man gleichzeitig über "arbeitsthemen" und dann auch über hobbies oder freizeit posten? ich persönlcih finde es eine gute idee, denn so lernt man den blogger selbst etwas besser kennen, d.h. eine andere facette seiner persönlichkeit. dadurch wird irgendwie das bild für mich vollständiger.. aber das ist nur meine bescheidene meinung 🙂

  2. Hi,

    guter Punkt!

    Bei mir gibt es (Reflexionsanlass war aber Dein Kommentar) zwei Gründe, auch über Hobbies etc. zu schreiben:
    a) arbeite ich hin und wieder als freier Journalist im Kulturbereich. Da die Veröffentlichungen in Zeitungen sich derzeit im Rahmen halten, möchte ich gerne das Blog nutzen, um weiter in der Praxis zu bleiben.

    b) Kooperationsprozesse (und ich sehe auch das Blog als einen Ansatz hierzu) laufen besser ab, wenn Meta-Wissen entsteht (was weiß ich über das Wissen der anderen Person, was weiß ich über die Bedeutung meines Wissens für andere). Dazu gehört auch interpersonales Wissen. Sozio-Emotionale Aspekte kann ich gerade dann besser einschätzen, wenn ich den/die Blogger auch außerhalb der Arbeit "kennen lerne". (siehe auch Kopp, Birgitta/ Mandl, Heinz: Verteilte Kognition und ihre Bedeutung für eLearning. In: Baumgartner, P./ Reinmann, G.: Überwindung von Schranken durch eLearning. Innsbruck 2007) Deshalb ist die etwas informellere Kommunikation im Blog ja auch so wichtig. Und deshalb finde ich gerade auch die Preprints von Gabi Reinmann und ihre Überlegungen dazu, warum der Austausch (bislang) nicht so gut funktioniert sehr spannend (http://gabi-reinmann.de/?p=1182). Was ich da immer noch suche, ist ein Tool, mit dem man PDFs direkt im Web kommentieren könnte. Für Homepages ist ja diigo eine Möglichkeit. (sorry, etwas langer Kommentar).

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